Augenglasbestimmung

Sehtest, Brillenprüfung, Brillenpaß, Brillentest ..., viele Begriffe und Qualitätsstufen gibt es für die Dienstleistung für Ihre Brillen- und Kontaktlinsenkorrektion.

Wir nennen es: Die (professionelle) Augenglasbestimmung.

Scheinbar selbstverständlich und unproblematisch, mit vollautomatischen Apparaten, von und für jedermann, jederzeit - und sogar kostenlos durchführbar!

So wird jedenfalls vielerorts damit  „geworben“.

„Sehteste“ auf Messen, Jahrmärkten, beim ADAC oder anderen Institutionen, die anonym mit automatischen Geräten durchgeführt werden, haben nicht die erforderliche Güte, die zur einer Beurteilung reicht, ob Sie Ihre Sehaufgaben problemlos (ohne oder mit Ihrer vorhandenen Korrektion) lösen können oder nicht.

Solche „Teste“ stellen nur ein grobes Sieb dar, mit dem eine Abweichung, die ohnehin meist offensichtlich ist, „entdeckt“ werden kann. Wir bieten Ihnen solche simplen Teste nicht an, weil sie im Prinzip Zeitverschwendung sind.

Gedanklich ausgenommen davon ist auch nicht der amtliche Führerscheinsehtest, mit dem nur grob die („optische“) Fahrtauglichkeit festgestellt wird. Für den Führerscheinsehtest müssen Sie sich nicht extra bei uns anmelden, er kann (fast) jeder Zeit festgestellt werden. Wir benötigen dafür nur einen gültigen Lichtbildausweis.

In unserem Geschäft werden Augenglasbestimmungen mit modernen Zeiss-Prüfgeräten „Polatest“ für Ferne und Nähe, Meßbrillen, sowie mit Hornhautradien-Messgeräten durchgeführt. Diese werden bei uns ausschließlich von dafür speziell ausgebildeten Fachleuten (AugenoptikermeisterInnen, staatlich geprüfte AugenoptikerInnen), und zwar mit Ihnen zusammen - unter Einbeziehung Ihrer speziellen Sehanforderungen - durchgeführt, um die für Sie optimalen Brillen- oder Kontaktlinsenwerte zu erhalten.

Dazu gehört bei uns auch die „MKH“ (Mess- und Korrektionsmethodik nach H.-J. Haase) zur Ermittlung optometrisch bedingter Sehbeschwerden durch Winkelfehlsichtigkeit.

Ohne Ihre subjektiven Aussagen in Verbindung mit den anstehenden Sehaufgaben ist eine optimale Bestimmung unmöglich. Dafür benötigen wir jedoch zusammen Zeit. Zwischen „Tür und Angel“ können und dürfen solche Dienstleistungen nicht erbracht werden - sollen sie den erforderlichen Wert haben. Deshalb erbitten wir dazu sinnvollerweise eine Terminvereinbarung mit uns.

Hier nun noch ein paar ergänzende Informationen zum Thema „Augengesundheit“ für Sie, die zwar oft mit unserem Beruf „Augenoptiker“ in Verbindung gebracht werden - ähnlich wie beim Arzt für Augenheilkunde auch Fragen zur „Brille“ gestellt werden.

Obwohl die medizinischen Dinge rund ums Auge sicherlich am Besten vom Arzt beantwortet werden können, geben wir Ihnen hier ein paar Hinweise, freilich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Augendruckmessungen oder andere rein augenärztliche Tätigkeiten bieten wir Ihnen bewußt nicht an. Sie gehören ausschließlich in das Aufgabengebiet eines Augenarztes. Die Messung des Augendruckes ist zwar mit entsprechenden Geräten von jedermann durchführbar, die sich dabei ergebenden Messwerte, falsch interpretiert, können aber nur verunsichern. Daß heißt, daß mit der bloßen Augendruckmessung keine sichere Aussage, - ob „gesund“ oder „krank“, möglich ist.


(Genau so wenig kann meistens in einer normalen Augenarztpraxis eine „Brille“ fachgerecht beurteilt werden. Es sei denn, ein Augenoptikermeister wäre dort - mitsamt den erforderlichen Gerätschaften - angestellt.)


Wir empfehlen grundsätzlich - unabhängig von unseren Augenglasbestimmungen und den sich daraus ergebenden Korrektionsempfehlungen - regelmäßig auch den Besuch bei einem Augenarzt zur Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen und um organische Veränderungen auszuschließen.

Ernsthafte Augenkrankheiten bleiben manchmal zu lange unbemerkt und können so zu Schäden des Sehvermögens führen, die durch rechtzeitige Erkennung zu vermeiden gewesen wären.

Babys und Kleinkinder sollten unbedingt auch einem Augenarzt vorgestellt werden, auch wenn die „Vorsorgeuntersuchungen“ beim Kinderarzt nicht auffällig waren.

Kindliches Schielen ist kein Schönheitsfehler, sondern verlangt augenärztliche Behandlung, damit das schielende Auge nicht irreparabel schwachsichtig wird. Zu spät erkannte Sehfehler können ebenfalls zu bleibenden Sehschwächen führen.

Höhere Kurzsichtigkeit kann durch unerkannte (und nicht therapierte) Netzhautablösungen zu gravierenden Schäden führen. Die Vorboten solcher Schäden kann der Augenarzt aufspüren.

Der „Führerscheinsehtest mit 18“ reicht sicher nicht für das ganze Leben! Alle zwei Jahre sollte eine Kontrolle Ihres Sehvermögens stattfinden. Spätestens ab dem 35. Lebensjahr sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen des Augeninnendruckes und des Augenhintergrundes nötig.

Außerdem: In diesem Lebensalter beginnt sich die sogenannte Alterssichtigkeit auszuwirken, die Sie durch den Kauf von „Brillen“ an der Tankstelle (oder ähnlich „kompetenten“ Selbstbedienungsstationen) angehen - oder besser, der wir als Augenoptiker (für Sie unbeschwerlich) „zu Leibe rücken“ können.

Bildschirmarbeit kann in jedem Lebensalter anstrengend werden. Die Ursache dafür sind oftmals nur „optische“ Gründe, die sich mit einer speziell bestimmtem Brillenglaskorrektion beheben lassen.

Auch hier ist eine persönliche Analyse der Sehbedingungen und Sehaufgaben bei uns angeraten, will man sich nicht unnötiger Stressbelastung aussetzen.

Mit dem 60. Lebensjahr stellen sich manchmal Trübungen der Augenlinse (und/oder des sogenannten „Glaskörpers“) ein, die die Blendempfindlichkeit erhöhen und das Sehen in Dämmerung und Dunkelheit erschweren. Spätestens dann gilt es, mit verschiedenen, speziell geeigneten Brillengläsern die Sehfähigkeit zu optimieren.

Bei unseren Augenglasbestimmungen werden wir uns um solche Auffäligkeiten kümmern, und wir können Ihnen die jeweiligen Auswirkungen entsprechend demonstrieren.

Übrigens, den sogenannten „Grauen Star“ (Linsentrübung des Auges) bekommt jeder Mensch, mancher freilich erst mit 100 Lebensjahren - könnte man scherzhaft sagen. In der BRD werde jährlich über 600.000 entsprechende Operationen, in der Regel ambulant, mit sehr gutem Erfolg durchgeführt. Anschließend kann mit gut angepaßten Gleitsichtbrillen fast wieder „wie früher“ – oder sogar besser gesehen werden.

Der „Grüne Star“ (krankhafter Augeninnendruck) ist ein tückischer Geselle, weil man ihn im noch gut behandlungsfähigen Zustand - im Gegensatz zu anderen Augenerkrankungen - selbst nicht bemerkt. Deshalb sind besonders hier regelmäßige medizinische Vorsorgeuntersuchungen nötig, denn bereits erfolgte Schädigungen kann niemand reparieren.

Die im höheren Alter häufiger werdende Netzhautdegeneration (AMD) kann in manchen Fällen durch medizinische Behandlung gebremst oder abgemildert werden.

Mit vergrößernden Sehhilfen (optisch oder elektronisch) kann - nicht nur in diesen Fällen - Hilfe gegeben werden. Voraussetzung dazu ist gute Zusammenarbeit zwischen Augenarzt und einem mit „Sehbehinderten-Werkzeug“ versierten Augenoptiker, was bei uns durch speziell dafür aus- und ständig weitergebildete Mitarbeiter gegeben ist.

Wir stehen Ihnen mit Kompetenz in Sachen Sehen (und natürlich auch Aussehen) gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie deshalb einen Termin mit uns für Ihre Beratung.

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